ING-Studie

Von Cash zu Bitcoin: Das Warten auf die Krypto-Revolution

15.11.2019
Stefanie Engelmann
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Auf einen Blick
  • Die ING befragte in ihrer repräsentativen Umfrage zum Thema Kryptowährungen Verbraucher aus 13 europäischen Ländern, den USA und Australien.

  • Bitcoin, Ethereum und Co. gelten bei vielen Experten als die Zukunft des Zahlungsverkehrs.

  • Doch die aktuelle Studie der ING zeigt, dass eine skeptische Haltung gegenüber Kryptowährungen unter Verbrauchern nach wie vor weit verbreitet ist.

  • Berührungsängste mit digitalen Währungen sind auch eine Generationenfrage.
Nach wie vor lässt sie auf sich warten: Wann kommt die Krypto-Revolution?
Oleg_Serkiz/shutterstock.com

Die Geburtsstunde der ersten Kryptowährung Bitcoin liegt bereits über zehn Jahre zurück. Im Laufe der Jahre kamen etliche weitere Digitalwährungen hinzu. Bitcoin, Ethereum & Co. gelten nach wie vor für einige Experten als die Zukunft in Sachen Zahlungsverkehr und Geldanlage.

Und trotzdem: Eine aktuelle Studie der deutschen Direktbank ING zeigt, dass Bargeld für die Mehrheit der Verbraucher weiterhin das Zahlungsmittel der Wahl bleibt. Digitale Währungen hingegen sind für die meisten Verbraucher noch keine richtige Alternative.

Im Rahmen des diesjährigen ING International Survey (IIS) mit dem Titel "From Cash to Crypto: the money revolution" wurden insgesamt etwa 15.000 Personen in 13 europäischen Ländern, den USA und in Australien zum Thema Kryptowährungen online befragt.

Skeptische Haltung in Europa weit verbreitet

Laut Studie würden weniger als ein Drittel der europäischen Verbraucher eine Zukunft für Digitalwährungen als Zahlungsmittel sehen. In Deutschland sei man sogar noch kritischer – hier würden nur knapp ein Viertel der Befragten glauben, dass Zukunft des Bezahlens bei Kryptowährungen liege.

Zum Vergleich: Die im Sommer 2018 veröffentlichte Krypto-Studie der ING spiegelte bereits ein ähnliches Bild wieder. Damals gingen nur 25 Prozent der befragten Europäer und nur 21 Prozent der befragten Deutschen davon aus, in Zukunft digitale Währungen zu besitzen.

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Wissenslücken bei Kryptowährungen

"Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht", heißt ein altes Sprichwort. Gleiches gilt bei Kryptowährungen. "Die Skepsis gegenüber digitalem Geld könnte auch mit mangelndem Wissen über Kryptowährungen zusammenhängen", so die Autoren der Studie. Lediglich ein Viertel der Befragten könne mindestens vier von fünf Fragen zum digitalen Geld korrekt beantworten. Paradox dabei: Befragte mit mittelmäßigem Wissen über Kryptowährungen bewerteten sie deutlich positiver als Befragte mit dem umfangreichsten Wissen.

Interessant: Das Altersgefälle beim Wissen sei dabei weniger stark ausgeprägt als bei der grundsätzlichen Offenheit den Kryptotalern gegenüber. "Offenbar ist es nicht zwangsläufig eine größere Vertrautheit mit neuen Technologien, sondern eher eine größere Offenheit dafür, die bei jüngeren Befragten für positive Einstellungen zu digitalem Geld sorgt." Die große Krypto-Revolution wird wohl noch auf sich warten lassen.

Kryptowährungen und das traditionelle Bankensystem

In einem Punkt sind sich die europäischen Verbraucher einig: Sie sehen das traditionelle Bankensystem nicht in der Pflicht, Girokonten in Kryptowährungen anzubieten. "In Deutschland ist die Skepsis mit 85 Prozent besonders hoch", heißt es in der Studie. Auch Anbietern aus der Technologiebranche trauen die Befragten wenig zu. So können sich zwei Drittel der europäischen Verbraucher nicht vorstellen, Geld über Facebook und Co. zu versenden. In Deutschland sind es sogar drei Viertel.

Hinweis

Die Redaktion von biallo.de warnt vor einem Investment in Bitcoins. Die Anlage ist hochriskant, die Gefahr eines Totalverlusts immens. Zudem kann die Währung für kriminelle Zwecke missbraucht werden. Anleger sollten getreu dem Motto verfahren: Kaufe nur, was Du kennst!



  Stefanie Engelmann


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